Blütezeit Rauchen der Shisha


Zwischen dem 16. und dem 17. Jahrhundert kam das Rauchen der Shisha über Persien nach Arabien in das osmanische Reich (die heutige Türkei) und auch in den Norden Afrikas. Dort vor allem nach Tunesien und nach Ägypten.

Der Sultan Ahmed I. führte 1603 in der Türkei das Rauchen der Wasserpfeife ein. Es war sicher auch nicht verwunderlich, da er für seinen vergnügungsreichen Lebensstil bekannt war. Einige seiner Nachfolger verboten später das Rauchen der Shisha immer mal wieder, da es oft als lasterhaft betrachtet wurde. So ließ dann zum Beispiel Murad IV. an manchen Tagen sogar mehrere Menschen hinrichten, weil sie sich des Vergehens des Tabak Rauchens schuldig gemacht hatten. Trotz allem gelang es der Wasserpfeife sich im Laufe der Zeit in der arabischen Welt zu einem wichtigen Kulturgut zu entwickeln. Heute ist sie das Symbol einer ausgeglichenen Lebensweise und steht außerdem für Gastfreundschaft und Geselligkeit. Das Rauchen der Shisha wurde oftmals in Kaffeehäusern zelebriert. Es galt als ein wichtiges gesellschaftliches Ereignis, dass auch die Familie und Freunde zusammen führte. Damit das Ereignis aber dann auch wirklich etwas Besonderes wurde, gab es meist auch kleine Speisen und etwas zu Trinken dazu. Oft wurden Süßigkeiten, Gebäck und Tee dazu gereicht. Einige wichtige Regeln für das Shisha Rauchen Natürlich gab es bei diesen Rauch Zeremonien auch einige Regeln zu beachten. So durfte die Kohle niemals mit einer Kerze angezündet werden. Auch durfte die eigene Shisha nie höher stehen, als die der anderen Shisha Raucher. Wurden diese Regeln nicht beachtet und nicht eingehalten, konnte dies schnell den Ausschluss aus der Gesellschaft für den Betreffenden bedeuten. Bei der Shisha selbst handelte es sich um ein wichtiges Familienstück. Sie blieb immer in der Familie und wurde von Generation zu Generation weitervererbt. Der Aufbau der Shisha Auch die Entwicklung des Aufbaus der Shisha fällt etwa in diese Zeit. Die Shisha nahm nun langsam die Form an, die bis heute bekannt ist. Sie war mit einer Rauchsäule ausgestattet, die aus Metall bestand, verfügte über eine Bowl aus Glas und über einen Schlauch aus Leder. Dennoch blieb die Funktionsweise der Wasserpfeife über die ganzen Jahre hinweg bis heute immer dieselbe. Die Weiterentwicklung der Shisha ab dem 20. Jahrhundert Ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts war die Blütezeit der Shisha erst einmal vorbei und sie kam langsam sogar aus der Mode. Stand sie bis dahin als Symbol für Geselligkeit und Freundschaft, stand sie nun im Ruf als Rauchgerät für alte Leute zu dienen. Somit nahm sie eine ähnliche Stellung ein, wie sie die klassische Tabakpfeife in unserer heutigen Gesellschaft einnimmt. Weiterhin wurde sie noch als Souvenir aus dem Türkeiurlaub mitgebracht und verstaubte dann auf irgendeinem Schrank, wie es auch heute noch recht häufig vorkommt. In den letzten 10 Jahren erlebte die Wasserpfeife aber einen richtigen Boom. Die jüngere Generation der arabischen Gesellschaft entdeckten sie wieder und sie wurde schnell zu einem wichtige Lifestyle-Objekt. Heute gilt das Rauchen der Shisha eher als modern und stylisch, keinesfalls aber mehr als verstaubt. Auch den ursprünglichen Zweck des gemeinsamen Entspannens hat sie wieder erreicht. Heute ist dies eher unter dem Begriff Chillen bekannt. So haben mittlerweile vor allem in den Großstädten, wie Dubai und Istanbul schon unzählige Shisha Cafés eröffnet. Und dies innerhalb weniger Jahre. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene treffen sich dort abends zum gemeinsamen Shisha Rauchen. So ist die Shisha schon heute aus dem Nachtleben dieser Städte kaum mehr wegzudenken. Die älteren Menschen empfinden dies oft als negativ, da die modernen Shisha Bars die traditionellen Kaffeehäuser verdrängen. In Letzteren wird teilweise bis heute noch der klassische Tömbeki geraucht. Der Shisha Trend in den USA und in Europa Der Siegeszug der Shisha war nicht aufzuhalten und so hat sich dieser Trend nun schon bis in die USA und bis nach Europa durchgesetzt. Viele Jugendliche sind zu gelegentlichen oder sogar zu regelmäßigen Shisha Rauchern geworden. Einen richtigen Shisha Hype gab es in den Jahren 2005 und 2006. Allerdings klingt dieser langsam wieder etwas ab. Sicher liegt die Ursache dafür, dass die Shisha auch in den westlichen Ländern so gut ankommt darin, dass sie einen starken Kontrast zum immer schnelllebigeren und stressigeren Alltag darstellt. Das Shisha Rauchen steht für Ruhe, Entspannung und Zeit für sich selbst. Vor allem letzteres ist ein Gefühl, dass die schnell gerauchte Zigarette zwischendurch definitiv nicht bieten kann.